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SAGEN.at-Fotowettbewerb

SAGEN.at veranstaltet im Rahmen des SAGEN.at-Forums einen monatlichen Fotowettbewerb *) zu Themen aus allen Bereichen der Kultur.

  *) unter Ausschluss des Rechtsweges! Der Fotowettbewerb dient neben der Freude der Teilnehmer der Kulturarbeit, Dokumentarfotografie und Themen der Europäischen Ethnologie/Volkskunde.
  Auch Deine Teilnahme am SAGEN.at-Forum, Fotogalerie und Fotowettbewerb ist willkommen!
   
  Das Thema des SAGEN.at-Fotowettbewerbes Dezember 2013 ist: "Advent-Spezialitäten" - wir freuen uns auf Deine Teilnahme!
   
  Die SAGEN.at-Fotogalerie freut sich (auch ohne Wettbewerb) auf Deine Fotos!
   
   
  Eine Auswahl früherer Gewinner des SAGEN.at-Fotowettbewerbes: (die aktuelle und vollständige Übersicht hier)
   
 

Der Gewinner des Fotowettbewerbes November 2010 zum Thema "Fenster" ist:
bRokEnCHaRacTer:

Das Bild wurde in einem verlassenen Benediktinerinnenkloster in Rheinland-Pfalz aufgenommen. Die Ursprünge des Klosters gehen bis ins 10. Jahrhundert zurück: 1120 erwarben Bürger der angrenzenden Stadt die "Marienkapelle" und zusätzlichen Grundbesitz und stifteten das Kloster. Nach einem schweren Brand im Jahr 1738, der alle älteren Klostergebäude zerstörte, wurde das Kloster im Barockstil neu aufgebaut (bis Ende der 1750er Jahre). In der Zeit der Besatzung durch die franz. Armee verloren die Nonnen das Kloster. Das Kloster diente von 1794 an als Unterkunft für Offiziere, später als Kaserne. Ab 1825 wurde das Kloster zuerst in ein Mädchenpensionat, dann einige Jahre später (1839) in eine Kaltwasserkuranstalt umfunktioniert. 1918 erwarb der Ursulinenorden die Anlage und verwendete sie bis zur Beschlagnahmung durch die Regierung im Jahr 1940 als Internatsschule. 1945 wurden die Gebäude durch Bombentreffer beschädigt. Die Anlage wurde wieder zum Internat, betrieben erst von den Ursulinenorden, ab 1979 dann von dem Bistum Trier. Zwischen 1981 bis 1984 wurde das Kloster von einer Sekte genutzt, deren Spuren sich noch immer finden lassen. Seit 1984 steht das Gebäude leer.

© bRokEnCHaRacTer, bRokEnView.net

   
 

Der Gewinner des Fotowettbewerbes Oktober 2010 zum Thema "Wintervorbereitungen" ist:
Rabenweib:

Ein typisches Bild der Winter-Vorbereitungen bei uns zu Hause.
17 Festmeter Holz bringt uns ein Bergbauer, der Meter kostete dieses Jahr 60 Euros.
Damit heizen wir von September bis Ende April/ Anfang Mai 4 Schwedenöfen und einen großen Kachelofen.
Das Holz kommt auf 24- 33 cm (für die kleineren öfen brauchen wir klinere Scheite, der Kachelofen verträgt größere) zugeschnitten, wird in die Holzhütte geräumt, danach werden aus den größeren Scheiten noch "Spreissl`n" gehackt und jedesmal wenn wir heizen müssen, werden etwa 20 große Scheite und mehrere Spreissl`n in eine Scheibtruhe geschmissen, den Weg zum Haus gefahren, im Haus auf zwei Stockwerke aufgeteilt und zu den Öfen gebracht. pro Tag verheizen wir zwei Scheibtruhen voll Holz.
Im Winter müssen wir deshalb täglich den Weg vom Haus zur Holzhütte freischaufeln, damit wir mit der Scheibtruhe durch können.
Beim Holz einräumen helfen immer alle mit, die Kinder sowieso, manchmal auch die beiden Schwägerinnen, die danach eine Jause von uns bekommen für`s helfen.
© Sonja Raab, www.raabenweib.de

   
 

Der Gewinner des Fotowettbewerbes September 2010 zum Thema "Ernte" ist:
Harry:

Das Gold des Waldviertels - Erdäpfelernte nahe Eggenburg

Einst, gegen Ende des 16. Jhdts. wurde ein giftiges Nachtschattengewächs als Zierpflanze in Europa eingeführt. Sie bekam den Namen "Solanum tuberosum".
Nur ein unscheinbarer Teil der Pflanze war genießbar: Ihre Wurzelknollen - Die Kartoffeln, Erdäpfel, Grundbirn oder Eachtling.
Die Kartoffel besitzt neben Stärke, dem wichtigsten kalorienliefernden Inhaltsstoff, einen hohen Gehalt an Vitamin C und biologisch wertvolles, nahezu vollwertiges Eiweiß. So wurde sie in Europa schnell zu einem Grundnahrungsmittel. Ob als Beilage, Salat, Mehlspeise oder Fastfood ist sie aus unserer Küche nicht mehr weg zu denken.
© Harald Hartmann

   
 

Der Gewinner des Fotowettbewerbes August 2010 zum Thema "offene Runde" ist:
bRokEnCHaRacTer:

Karo - Kirche zur heiligen Dreifaltigkeit
Die Kirche zur heiligen Dreifaltigkeit befindet sich im Zentrum von Wien (Fleischmarkt 13, 1010 Wien). Die Kirche ist seit 1787 die Heimat einer griechisch-orthodoxen Gemeinde und seit 1963 der griechisch-orthodoxen Metropoliten Österreichs. Neben dem großen Kirchensaal enthält das Gebäude auch eine griechische Schule und Bibliothek, sowie die Ämter der Metropolitengemeinde.

Die ursprünglich von Peter Mollner erbaute Kirche wurde zwischen 1782 und 1787 vom Architekten Theophil von Hansen unter dem Unternehmer Georg Simon von Sina umgebaut. Das Bauwerk erhielt so seinen typischen, an die byzantinische Bauweise angelehnten, Stil.

Das Foto zeigt den Vorraum des Kirchensaals mit seinen auffälligen schwarz-weißen Fliesen die an ein Schachbrett erinnern.
© bRokEnCHaRacTer, bRokEnView.net

   
 

Der Gewinner des Fotowettbewerbes Juni 2010 zum Thema "Messen und Vermessung" ist:
Harry:

Steinheilsches Meter-Normal, Ur-Urmeter © Harald Hartmann

Österreichisches "Ur-Urmeter"
Steinheilsches Meter-Normal. Im Hintergrund der Bauplan des dazugehörigen Komparators und ein erhaltenes Bauteil desselben
.


In Österreich fand am 23. Juli 1871 eine totale Umwälzung de Messwesens statt. Es wurde das Gesetz erlassen "womit eine neue Maß- und Gewichtsordnung festgestellt wird". Damit wurde vom unübersichtlichen bisherigen System mit Ellen, Klaftern, Eimern, Metzen, Pfund u.s.w. auf das dekadische metrische Maßsystem umgestellt. Die ersten beiden Artikel dieses Gesetzes lauteten.

"Mit Zustimmung beider Häuser des Reichsrathes finde ich anzuordnen, wie folgt:
Artikel I
Die Grundlage des gesetzlichen Maßes ist das Meter.
Das Meter ist die Einheit des Längenmaßes; aus demselben werden die Einheiten des Flächen- und Körpermaßes abgeleitet.
Das Kilogramm, gleich dem Gewichte eines Kubikdecimeters destillirten Wassers im luftleeren Raume bei der Temperatur von + 4 Grad des hunderttheiligen Thermometers, bildet die Einheit des Gewichtes.
Die Untertheilungen der Maß- und Gewichtseinheiten, sowie deren Vielfache, werden nach dem decadischen Systeme gebildet.
Artikel II
Als Urmaß gilt jener Glasstab, welcher sich im Besitze der k. k. Regierung befindet, und in der Achse seiner sphärischen Enden gemessen, bei der Temperatur des schmelzenden Eises gleich 999.99764 Millimeter des in dem französischen Staatsarchive zu Paris aufbewahrten Metre prototype befunden worden ist.
Als Urgewicht gilt das im Besitze der k. k. Regierung befindliche Kilogramm aus Bergkristall, welches im luftleeren Raume gleich 999997.8 Milligramm des in dem französischen Staatsarchive zu Paris aufbewahrten Kilogramme prototype befunden worden ist."


Abgebildet ist genau der im Gesetz erwähnte Glasstab, und zwar das Original, das sich bis heute erhalten hat. Es war von der Hamburger Optikerfirma Johann Georg Rapsold (gegr. 1800) hergestellt, vom Münchner Physiker Carl August Steinheil (1801-1870) mit dem Pariser Prototypen verglichen und mitsamt einem Komparator (Vergleichs-Messgerät) der österreichischen Regierung verkauft worden.

Besonderer Dank gilt dem Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen, das mir diese Aufnahme für SAGEN.at ermöglichte.

© Harald Hartmann

   
 

Der Gewinner des Fotowettbewerbes April 2010 zum Thema "Stadtmöbel" ist:
Dresdner:

 

Gewinnerbild SAGEN.at-Fotowettbewerb April 2010 - Stadtmöbel © E. Schurr

Das Foto zeigt ein eher ungewöhnliches Stadtmöbel, eine Medienverteilstation des örtlichen Energieversorgers DREWAG. Viele dieser Gebäude sind im Rahmen eines Kunstprojekts mit Graffito gestaltet - hier der Hinweis auf auf das Wirken F. Schillers in Dresden.
Schiller wohnte 1785 - 1787 bei seinem Freund T. Körner in Loschwitz und schrieb in dieser Zeit seine berühmte "Ode an die Freude", zudem vollendete er seinen Don Carlos.
Gern setzte er mit der Fähre über, um im Fährgut, einer Wirtschaft am anderen Elbufer, einzukehren. Der dortigen "Gustl von Blasewitz" setzte er mit dem auf dem Bild zu sehenden Ausspruch in "Wallensteins Lager" ein bleibendes Denkmal.

Die Gustl war dabei keine Fiktion Schillers, sondern sie gab es wirklich. Nicht als Marketenderin, sondern als ehrbare Bürgersfrau. Ihr bürgerlicher Name war Johanne Justine Segedin. Geboren am 5.1.1763 als Tochter eines kurfürstlich-sächsischen Leibjagdkutschers, welcher bereits im Jahr der Geburt seiner Tochter starb. Seine Witwe heiratete erneut und erwarb 1764 in Blasewitz das dortige Schankgut; heute befindet sich dort der Schillergarten. Gustl arbeitete im Schankgut und lernte dort F. Schiller kennen. Sie sang Lieder zum Spinett und angetan von ihrer Stimme und ihrer anmutigen Gestalt schlug der Dichter ihr vor, ihre Stimme ausbilden zu lassen, was jedoch nicht geschah - Schauspieler hatten zur damaligen Zeit einen sehr schlechten Ruf.
Auf die Bretter, die die Welt bedeuten gelangte Gustl jedoch durch den berühmten Ausruf in Schillers Stück.

Aus dem Schankmädchen wurde eine angesehene Bürgersfrau, die den Advokaten und späteren Senator Cristian Friedrich Renner heiratete. Sie gebar zwei Söhne, welche allerdings schon im Alter von 4 bzw. 15 Jahren starben. Fast 93-jährig starb Gustl in Dresden.
Zunächst soll sie Schiller ihren Auftritt in seinem Stück übel genommen haben, erst im hohen Alter verzieh sie ihm. Der Legende nach bewahrte sie aber Erinnerungsstücke, wie getrocknete Blumen und Briefe des Meisters, ihr Leben lang auf.
1863 wurde im Königlichen Hoftheater und 1885 bei der Schillerfeier im Schillergarten das Volksstück „Die Gustel von Blasewitz“ aufgeführt. Die Trivialschriftstellerin Anda von Smelding schrieb dazu einen Roman, welcher 1935 im Alberttheater zu Dresden uraufgeführt wurde.

Noch heute erinnert am Ortsamt Blasewitz die 1905 vom Bildhauer Martin Engelke geschaffene Plastik an Justine Renner.
Bis 1938 ließ sich an der 63. Volksschule eine Justine-Renner-Stiftung nachweisen. Die ehemalige Hainstraße von 1870 wurde 1926 in Justinenstraße umbenannt.
Bestattet ist die in ihren Altersjahren als freundliche, weißhaarige Frau bezeichnete Justine Renner auf dem Eliasfriedhof zu Dresden, an der Seite ihres Mannes.

Dresdner
© E. Schurr, www.seilbahngeschichte.de

   
 

Die Gewinnerin des Fotowettbewerbes März 2010 zum Thema "Hobbys und Sammlungen" ist:
Oksana:

 

Gewinnerbild SAGEN.at-Fotowettbewerb März 2010, Hobbys und Sammlungen © Oksana Fedotova

Nicht um zu gewinnen, sondern einfach so … Weil das Thema „Hobby“ heißt. In der Galerie würde ich es eher nicht zeigen.

Mein relativ neues Hobby (seit etwa 4 Monaten): Spielzeuge - gestrickt/gehäkelt/genäht. Diejenigen, die ich bisher gemacht habe, wurden gleich geschenkt, von manchen habe ich überhaupt keine guten Fotos, und jetzt sind noch 4 in der Arbeit, die ich bis Ende März fertig machen wollte, habe aber es nicht geschafft. Darum eine schnell gemachte Collage aus den drei, die mir besonders gut gefallen haben.
1. Zwei Puppen als Neujahrgeschenke für zwei gute Freundinnen, 53cm, Nesselstoff in der Kaffeelösung gekocht, mit Zimt aromatisiert, von Hand genäht, Kleidung gehäkelt. Im Leben sehen sie viel netter aus...
2. Gehäkelter Hase (14cm) mit einem Flugzeug, wurde einem guten Mann geschenkt, der im Flughafen arbeitet. Ist jetzt meines Wissens in seinem Büro als Talisman.
3. Frühlingsbärin im Kleid, 22cm, gehäkelt für einen Spielzeugaustausch an einem Strickforum, ist nach Tscheljabinsk (Ural, Russland) gegangen.
Lg
Oksana
© Oksana Fedotova, 2010

   
 

Der Gewinner des Fotowettbewerbes Februar 2010 zum Thema "Winter, Schnee und Maschinen" ist:
Stanze:

 

Winter, Schnee und Maschinen © Stanze

Winter, Schnee und Maschinen.
Auf diesen Bild ist alles drauf. Es ist ein Kampf zwischen Natur und Mensch.
Der Mensch kann nur siegen, wenn die Sonne wieder mitspielt. Der Mann am Dach kann nur den Schaden begrenzen. Die Maschine ist total überfordert. Wohin mit dieser Masse vom Schnee? Die Kinder am Hügel stört das alles nicht, Hauptsache es macht Spaß.
Aufgenommen Dezember 2008 in Greifenburg, Oberes Drautal, Bezirk Spittal, Kärnten.
© Stanze

   
 

Die Gewinner des Fotowettbewerbes Jänner 2010 zum Thema "Archivbild" sind:

Rabenweib, niewo50, Hornarum48, harry, baru, siegi, stanze, Dresdner, SAGEN.at, adig, Berit (SAGEN.at), peter, alterego

 

© Hornarum48© Rabenweib© Berit (SAGEN.at)© peter

© harry © niewo50© stanze© alterego

© adig © stanze© baru

© SAGEN.at © Dresdner © siegi

Rabenweib: Zwei Brüder meiner Großmutter, etwa 1941 in der Lassing (Niederösterreich, an der Grenze zu Steiermark und Oberösterreich).Lassing war damals von den Russen besetzt. Da die Familie aus 13 Kindern und
einer schwerkranken Mutter (Krebs) bestand, brachten die Soldaten ab und zu Brot und Süßigkeiten für die Kinder. Zur Bekleidung: Lederhosen waren damals wie heute eine recht praktische Kinderbekleidung.
Damit konnte man am Hintern wo runter rutschen, die Hosen blieben stehen wenn man sie auf den Boden stellte und sie wurden nicht dreckig, sondern nur "speckig" (was halb so schlimm war)

niewo50: Im Kinderwagen sitz ich !
Aufgenommen 1955 in Hall (Tirol), Scheidensteinstrasse Richtung Schwimmbad. Im Hintergrund Bettelwurf. Beachtet besonders den rasanten aerodynamischen Kinderwagen. Zur Abwechslung trug meine Mutter kein Kopftuch sondern einen ganz modischen Hut. Heute stehen auf diesem Feld natürlich Häuser.

Hornarum48: Hier ein typisches Wallfahrtsandenken aus dem Jahre 1913 von Maria Taferl! Aus Zweckmäßigkeitsgründen in Postkartenformat, um es auch an die zu Hause gebliebenen Verwandten postalisch senden zu können! Solche persönliche Wallfahrtsandenken gab es auch von Mariazell und vom Pöstlingberg bei Linz. (Sammlung Prof. Hermann Maurer, Horn)

harry: Die "Renner Buben" (Vater Franz und die Söhne Alexander und Anotol), eine grazer Artistengruppe, bauten das erste starre Luftschiff der Habsburger Monarchie. Das Foto hält den Erstflug dieses Luftschiffes mit dem Namen Estaric am 26. September 1909 in Graz fest. Meine Großmutter erhielt diese Ansichtskarte von ihrem Bruder, der es sich nicht nehmen ließ, zu diesem Spektakel nach Graz zu fahren ... Drei Wochen später, am 16. Oktober, führten die Rennerbuben das mit einem Puch-Motor betriebene Luftschiff im Wiener Prater dem Kaiser vor. Die "Neue Zeitung" vom 17.10.1909 widmete diesem Ereignis die Titelgeschichte. (Siehe unten angehängte Datei) Genau zwei Wochen später bereits kam Bleriót mit seinem "echten" Flugzeug nach Wien-Simmering. Dazu schreibt die Zeitung (ebenfalls alsTitelgeschichte) unter Anderem: " ... Das Interesse der Wiener für Luftschiffahrt und Fliegerkunst, das, wie dasjenige aller Österreicher überhaupt die maßgebenden Faktoren gänzlich vorkümmern ließen, war durch die Flüge des ersten lenkbaren Luftschiffes 'Estaric I' zu ungeahnter Höhe gesteigert worden und die kurzen Tage der Anwesenheit der 'Rennerbuben' in Wien genügten, um den beiden jugendlichen Luftschiffern eine fast beispiellose Popularität zu erringen. Hat sich aber das Interesse der Wiener erst einmal auf eine Sache konzentriert, dann bricht es sich mit aller Gewalt Bahn und übersteigt weitaus das Maß gewöhnlicher Neugierde, woran es den Wienern gleichfalls keineswegs fehlt ..."

baru: Dieses Bild stellte mit der Kustos des Mittersiller Felberturmmuseums zu Verfügung. Auf dem Dachboden eines Hauses wurden beim Entrümpeln alte Fotoplatten gefunden, die dem Kustos übergeben wurden. Er forschte eine Stelle aus, wo diese Platten entwickelt wurden - und da kam auch dieses Bild zum Vorschein: Es zeigt eine Mittersillerin, die als junges Mädchen in die USA ausgewandert war und bei einem späten Heimatbesuch noch unbedingt auf den Großvenediger wollte, links im Hintergrund der Gipfel. Um diese Zeit war es für Frauen noch eher unüblich, auf Berge zu steigen; und eine Frau in Hosen - nicht vorstellbar!

siegi: Wachalovsky- Traktor, Bj. in den 40ern, wurde bis in die 60er aktiv verwendet, danach nur mehr als Schaustück am Hof.

stanze: Dieses Bild ist von 1959. Das sind meine Eltern und auf Mamis Schoß sitze ich. Meine Brüder sitzend: Ernst, Friedl, Paul, und hinten stehen Franz und Maresi.Es folgten noch zwei Brüder. Bei uns war immer etwas los. Links oben ist das Schloß Greifenburg, hinter uns die Kirche. Von der Ortschaft Kerschbaum sieht man auch noch ein Haus. Wo der Zaun steht ,ist jetzt eine Straße und auch einige Häuser.
+ Schöne Erinnerung von meinen Klassenkammeraden. Es herschte noch Zucht und Ordnung. Der Blick vom Lehrer sagt eh alles. Da gab es noch den Stock auf den Hintern und Eckenstehen. Eine Ecke hatte ich gebachtet. Das Klassenzimmer war mit Lärchenbretter, die Bänke schon abgegriffen und die Schulranzen ordentlich aufgehängt. Leider leben nicht mehr alle Kameraden, viele sind weggezogen. Aber so ist eben das Leben.

Dresdner: Ein ganz seltenes Bild aus den Anfangsjahren der Bergschwebebahn - Wagen mit Vorsatzwagen. Nur von 1901 bis 1938 gab es diese Vorsatzwagen, so dass die Transportkapazität verdoppelt wurde - 80 Personen fanden in den beiden gekoppelten Fahrzeugen Platz. Rechnet man die Wagen der Gegenrichtung dazu, konnten 160 Personen je Fahrspiel befördert werden, auch eine Rekordgröße für die Zeit um 1900, welche von anderen Anlagen zu dieser Zeit auch nicht annähernd erreicht wurde. Die Vorsatzwagen wurden übrigens bereits im Jahr 1904 so umgebaut, dass sie auch als Hauptwagen Verwendung finden konnten. Dadurch wurde es möglich, ein Wagenpaar in Revision zu geben, während das andere auf der Anlage verkehrte.

SAGEN.at: Wir versuchen als Kinder einer verunglückten jungen Amsel zu helfen.

adig: Schloss Fischhorn - Das Märchenschloss. Carl Fürst zu Löwenstein - Wertheim - Rosenberg kaufte 1862 das alte verfallene Schloss Fischhorn bei Bruck im Pinzgau und beauftragten den Dombaumeister von St. Stephan in Wien - Oberbaurat Friedrich von Schmidt - mit dem Umbau. Der Baumeister hatte den Mut ganz neue Wege in der Gestaltung zu gehen. Er wagte sich an eine Bauform, die in der Folge dann lange Zeit gar nicht als eigener Baustil angsehen wurde - die Neugotik. Am 21. September 1920 brach in diesem Märchenschloss ein Brand aus und wurde bis auf die unteren Stockwerke vernichtet. Heinrich E. Gildemeister (Peruanischer Staatsangehöriger) erwarb diese Brandruine und lies es in vereinfachter Form wieder aufbauen. Col. Foto ca. 1907

Berit (SAGEN.at): Von mir gibt es zum Wettbewerb eine militärhistorische Postkarte. Nicht weil ich hier in irgend einer Form Kriegspropaganda betreiben möchte, sondern weil das Bild für mich viele interessante Anreize hat. Ich würde sagen, dass hier eine Gruppe von "Alpini", die italienischen Gebirgsjäger, dargestellt ist. Allerdings tragen die "Soldaten" keinen typischen Alpinihut mit Feder. Die Herren posieren für das Foto vor einer Blockhüttenwand, die mit Tannenreisig geschmückt oder vielleicht getarnt ist? Hinter der letzten Reihe der Abgebildeten blitzen an der Hauswand Milchkannen hervor. Ganz rechts steht eine Zimmerpflanze - im Freien? Einige der Männer sind am Rauchen, von der Pfeife über Zigarette, bis hin zum Zigarillo ist alles vertreten. An der hölzernen Eingangstür zur Hütte befindet sich ein Mariensegen (Haussegen) aus Papier. Es handelt sich um den Typus des "Herz Mariens", Maria ist in der Mandorla abgebildet, und ganz unten vor ihrem Bauch scheint auch noch das Jesus Kind abgebildet zu sein. Da denke ich dann ganz unwillkürlich an die "Nikopia" - "die Siegbringende", welche von den Venezianern an vorderster Front mit in den Krieg genommen wurde (zu jener Zeit gab es allerdings noch keine Herz-Marien-Darstellungen).
Die Postkarte selber ist nicht als "Feldpost" bezeichnet, auch handelt es sich um eine "neuere" Postkarte, da die Rückseite schon ein Feld für eine Nachricht an den Adressaten bietet und nicht nur für die Adresse bestimmt ist. Außer sehr viel Fliegendreck, was mich darauf schließen läßt, dass diese Karte zur Erinnerung aufgestellt war, gibt es auf der Rückseite nicht viel zu sehen oder zu lesen - ein Datum ist vermerkt, der 29. März 1938 und zwei Worte in Sütterlin, die ich nicht auflösen kann.

peter: Ostern 1961: ein sehr sehr liebes Kind (natürlich ich!!!!) bringt vor dem Haus der Grossmutter soeben erlernte Kunststücke vor den Augen der beeindruckten Verwandtschaft dar. Der zurecht stolze Vater drückt im Moment der grössten Spannung den Auslöser seiner "Kodak Brownie" wodurch der erhebende Moment auf Rollfilm im Format 126 (4 X 4 cm) für die Nachwelt erhalten bleibt. Das sportliche Kind ist heute, etwas aus dem Leim gegangen, immer noch agil, die Wiese leider ein Parkplatz.

alterego: Weihnachten 1969. Der junge Mann, der den Weihnachtsbaum natürlich genau inspizeren muß, bin ich. Meine Schwester passt auf und die Mutter beobachtet das Geschehen aus einsatzbereiter Position. Meine Großmutter pflegte ihre Weihnachtsbäume in Fason zu Schneiden. Will heißen, sie schnitt unbotmäßig gewachsene Äste ab, bohrte an (für sie) richtiger Stelle Löcher in den Stamm und steckte die widerspenstigen Äste wieder ein. Die Weihnachtsbäume sahen immer aus, wie dem Bilderbuch. Mir erscheint dieses Prozedere aus heutiger Sicht doch stark übertrieben.

   
 

Die drei Gewinner des Fotowettbewerbes Dezember 2009 zum Thema "Winterabend" sind:
siegi:

 

Winterabend @ siegi

Ruhig und beschaulich wird es am See, wenn sich an einem kalten Winterabend, die Seevögel in der eisfreien Bucht sammeln
© Siegi
   
 

Die drei Gewinner des Fotowettbewerbes Dezember 2009 zum Thema "Winterabend" sind:
SAGEN.at:

 

Winterabend © Wolfgang Morscher

Am späten Abend von Weihnachten am 24. Dezember 2009 in der Innsbrucker Altstadt, Tirol.

Links im Bild das Helblinghaus, ein Eckhaus mit reichem barockem Fassadendekor aus dem 15. Jahrhundert, Stuckfassade um 1730 Anton Gigl zugeschrieben.

Der Christbaum stammt aus einem Privat-Garten in Mils (gespendet von Erna und Robert Ebenbichler) und ist 50 Jahre alt und 20 Meter hoch.

Darunter die Standln des Christkindlmarktes, die am Weihnachtsabend leer bleiben.

Rechts die Burg Neuhof und das Goldene Dachl, das Wahrzeichen der Stadt Innsbruck. Als Burg der Herzöge Friedrich IV. und Sigmund um 1420 errichtet, wurde das Goldene Dachl als bedeutendes Werk der Spätgotik um 1500 vollendet. Bemerkenswerte 2657 feuervergoldete Dachschindeln, Verzierungen mit plastischem Schmuck u.a. Moriskentänzern und ungeklärter bisher nicht enträtselter Inschrift. Die ausstrahlende Wirkung des Prunkerkers wird duch die goldenen Schindeln effektvoll unterstrichen. Die Planungsvergabe zum Goldenen Dachl ist bis heute unklar, es existiert lediglich ein Zahlungsbeleg aus dem Jahr 1500 für die Vergoldung der Schindeln. Zweifellos hat das Goldene Dachl Kaiser Maximilian I. als Prunkerker gedient. Heute beherbergt es u.a. das Museum "Goldenes Dachl - Maximilianeum". (Text nach Dehio-Tirol und Grossman).

Wolfgang (SAGEN.at)
   
 

Die drei Gewinner des Fotowettbewerbes Dezember 2009 zum Thema "Winterabend" sind:
Dresdner:

 

Winterabend © Eddie Schurr

Was gibt es Schöneres in der Vorweihnachtszeit, als ein abendlicher Bummel über den Weihnachtsmarkt? Es muss nicht immer der Striezelmarkt sein, auch kleinere Märkte haben ihren Reiz.
Dieses Bild wurde auf dem Dresdner Neumarkt aufgenommen. Im Vordergrund die "Multifunktionspyramide" - die unterste Ebene beherbergt einen Glühweinstand. Im Hintergrund ein erleuchtetes Fenster der Frauenkirche, in welcher zur gleichen Zeit ein weihnachtliches Konzert aufgeführt wurde.
Dresdner (www.seilbahngeschichte.de)
   
 

Der Gewinner des Fotowettbewerbes November 2009 zum Thema "offene Runde" ist:
siegi:

 

Der alte Mann und der See @ siegi

Der alte Mann und der See

Für gewöhnlich fotografiere ich selten fremde Menschen mit voller Absicht, schon gar nicht ungefragt. Aber hier tat ich es. Ich habe ihn lange beobachtet und machte mir meine Gedanken über ihn.
War er einsam? Vielleicht geht es ihm nicht gut. Soll ich ihn einfach ansprechen?
Eventuell störe ich nur.
Ich habe ihn angesprochen und es war ganz anders, als es das Bild vermuten lässt. Er kommt oft hierher, die Ruhe und der See tun ihm gut. Er war nur müde vom Weg, es wird immer mühsamer. Sonst geht es ihm sehr gut, nein gestört habe ich ihn nicht.
© Siegi
   
 

Der Gewinner des Fotowettbewerbes Oktober 2009 zum Thema "Gestern, Heute, Morgen" ist:
SAGEN.at:

 

Frau Emmi und das Alpenhotel Hochfinstermünz

Frau Emmi - weil ich vom ganzen Herzen Wirtin bin

im obersten Teil des Tiroler Inntales lebt Frau Emmi. Frau Emmi ist Wirtin.
Frau Emmi betreibt das Alpenhotel. Das Alpenhotel war ein Grand-Hotel. Das Grand-Hotel hat Dunkelkammer, Raucherzimmer, das erste Freibad, eigene Kapelle, eigene Postautohaltestelle, eigene Tankstelle, eigenen Bauernhof und ein eigenes Postamt. Das Grand-Hotel war eine der besten Adressen Tirols. Das Grand-Hotel hatte eine eigene Ortstafel. Vom Grand-Hotel aus sieht man in drei Staaten und die höchsten Berge und Gletscher. Es kamen Könige, Adelige, die größten Schauspieler, die besten Regisseure aus aller Welt. Es wurden große Filme in der Gegend vom Grand-Hotel gedreht. Es wurde ein Film über Frau Emmi und ihr Grand-Hotel gedreht.

Frau Emmi betreibt zeitlebens das Grand-Hotel. Das Grand-Hotel ist in der Einrichtung und Zustand unverändert aus der Zeit nach dem ersten Weltkrieg. Auch der zweite Weltkrieg geht am Grand-Hotel vorüber.

Seit vielen Jahren lebt Frau Emmi alleine im einstigen Grand-Hotel. Das Grand-Hotel verfällt. Frau Emmi ist weiter die Wirtin vom Grand-Hotel, weil sie von ganzem Herzen Wirtin ist.

Ich komme seit mehreren Jahren auf Tee zu Frau Emmi in's Grand-Hotel.
Heuer im Sommer habe ich Frau Emmi gesucht und nicht angetroffen. Was wird wohl aus dem Grand-Hotel werden?

Wolfgang (SAGEN.at)

Hinweis: wegen der vielen Anfragen zu Frau Emmi und dem Hotel Hochfinstermünz am Reschenpass in Tirol wurde auf SAGEN.at eine eigene Dokumentation zum Thema eingerichtet: Frau Emmi und das Hotel Hochfinstermünz

   
   
 

Die Gewinnerin des Fotowettbewerbes September 2009 zum Thema "Regionaltypische Ernährung" ist:
Elfie:

 
Grete macht Kaiserschmarrn © Hochher Elfriede

Die Frau auf diesem Bild ist 92 Jahre alt, geborene Wienerin,
immer noch aktive Bildhauerin und ein außergewöhnlicher Mensch.
Man sieht sie hier beim Kochen eines typisch Österreichischen Gerichtes,
um das sich viele Legenden ranken, aber beinahe alle haben etwas mit Kaiser Franz Josef den I. zu tun.

KAISERSCHMARRN

Zutaten:

(für 2 - 4 Portionen)

3 Eier
500 ml Milch
1 TL Zucker
eine Prise Salz
350 g Mehl
Etwas Mineralwasser
30 g Butter
Staubzucker zum Bestreuen

Zubereitung:


Man trennt das Eiklar vom Eigelb, und vermischt das Eigelb mit der Milch, dem Zucker und dem Salz in einer Rührschüssel kräftig mit dem Schneebesen.
Das Mehl streut man unter ständigem Rühren ein, bis die Masse dickflüssig wird und nicht mehr klumpt.
Wenn erwünscht kann man Rosinen hinein geben.
Das Mineralwasser lässt den Teig flaumiger werden.

Das Eiklar zu steifem Schnee schlagen und vorsichtig unter die Masse heben.
Butter in eine Pfanne geben, schmelzen lassen und die Masse hineingeben.

Bei mittlerer Hitze auf der Unterseite fest werden lassen.
Miteinem Pfannenwender teilen und wenden, mit zwei Gabeln die Masse zerreißen.

Nun den Schmarrn immer wieder vorsichtig wenden (nicht quetschen!) bis er fertig ist.

Mit Staubzucker bestreuen und servieren.

Zum Kaiserschmarrn passt Zwetschkenröster, Apfelmus oder Kompott.

© Hochher Elfriede

   
 

Der Gewinner des Fotowettbewerbes August 2009 zum Thema "Sonne und Kultur" ist:
adig:

 

Salzburger Dom @ Adi G.

Düster wirkte der festlich beleuchtete Salzburger Dom,
als durch ein Fenster die Sonne den Domorganisten anstrahlte.
© Adi G.
   
   
 

Der Gewinner des Fotowettbewerbes Juli 2009 zum Thema "offene Runde" ist:
angantyr:

 

Siegerbild SAGEN.at-Fotowettbewerb Juli 2009: angantyr, Afghanistan

Spuren der Zeit

Mein Beitrag kommt diesmal von etwas weiter weg.
Ein Eindruck einer Gegend (Afghanistan), wo Land und Leute von rauhen Zeiten gezeichnet sind.

Mit den besten Grüssen, angantyr
© angantyr
   
   
 

Der beiden Gewinner des Fotowettbewerbes Mai 2009 zum Thema "Harmonie Landschaft - Bauwerk" sind:
Dresdner:

 

Seilbahn Eisriesenwelt Werfen, Salzburg © Eddie Schurr
Ein besonderes Problem hinsichtlich der Eingliederung von Bauwerken in die Landschaft stellten schon von je her die Stationen von Seilschwebebahnen dar. Ging es in früheren Zeiten darum, die "Macht des Menschen über die Natur" durch möglichst wuchtige Stationen zu demonstrieren, setzt sich in den beiden letzten Jahrzenhnten die Idee der sanften Eingliederung dieser Bauwerke in die sie umgebende Landschaft immer mehr durch.
Während dies bei Bergstationen durch die "Integration in den Berg bzw. vorhandene Bauwerke" zunehmend gelingt, stellen die Talstationen oft "störende Klötze" in der Landschaft dar.
Vorbildlich gelöst wurde die Integration des Bauwerkes Talstation in die Natur bei der Seilbahn Eisriesenwelt Werfen. Hier schmiegt sich die Talstation gleichsam an die sie umgebende Natur an - für mich eine vollendete Harmonie von Bauwerk und Landschaft.
Leider ist eine solche Bauweise bei Talstationen immer noch eine große Ausnahme und in der Art ihrer Umsetzung in Werfen - zumindest was den deutschsprachigen Raum betrifft - einzigartig.
Ein Porträt der Seilbahnanlage findet sich unter http://www.seilbahngeschichte.de/eisriesenwelt.htm
© Eddie Schurr, www.seilbahngeschichte.de

   
   
 

Der beiden Gewinner des Fotowettbewerbes Mai 2009 zum Thema "Harmonie Landschaft - Bauwerk" sind:
Rabenweib:

 

Die Franzensburg im Schlosspark Laxenburg bei Wien © Sonja Raab
Die Franzensburg im Schlosspark Laxenburg bei Wien

Die Franzensburg im Schlosspark Laxenburg bei Wien wurde 1798 errichtet und gilt als Hauptwerk des romantischen Klassizismus.
Die Burg wurde gleichzeitig mit der Eröffnung der Burgkapelle am 15. Oktober 1801 eröffnet.
Fetrig gestellt wurde sie allerdings erst Ende 1835.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts machte man sie dann als Museum dem Volk zugänglich.
Ein Führer schrieb über das Kaiserschloss, e ssei ein.... " Museum von Denkmälern über Geschichte, Sitten, Gebräuche, Kunst, Lebensart und Hausgeräte der vaterländischen Vorzeit"...

Zahlreiche Geschenke aus reichen Stiften und Schlössern (Melk, Greillenstein,Zwettl, Klosterneuburg und andere) sowie adelige Einzelpersonen machten die Sammlung komplett und stifteten die dekorative Ausstattung.
Die Franzensburg ist entweder mit der Fähre über den Schlossteich zu erreichen, oder zu Fuß über eine Brücke.
© Sonja Raab

   
 

Der Gewinner des Fotowettbewerbes April 2009 zum Thema "Zwischen Himmel und Erde" ist:
pedro:

 

Siegerbild SAGEN.at-Fotowettbewerb April 2009: Kellergewölbe Schaunburg © Peter Rousavy 2009
Ballonfahrt über den Feentürmen von Göreme/Türkei
© Peter Rousavy, April 2009

   
 

Die Gewinnerin des Fotowettbewerbes März 2009 zum Thema "Keller" ist:
Sonja Raab:

 

Siegerbild SAGEN.at-Fotowettbewerb März 2009: Kellergewölbe Schaunburg © Sonja Raab 2009
Ein Kellergewölbe der Schaunburg in Pupping / Oberösterreich. © Sonja Raab

Von der Burg aus hat man einen sensationellen Ausblick über das Eferdinger Becken.
Gebaut wurde die Burg in den Jahren 1154 - 1161

   
 

Der Fotowettbewerb Februar 2009 zum Thema "Der lauteste Ort" brachte zwei Sieger:
Alterego:

 

Siegerbild SAGEN.at-Fotowettbewerb Februar 2009: Die visualisierte Klangwolke 2008 "Herzfluss" © alterego 2008
Die visualisierte Klangwolke 2008 "Herzfluss" © alterego 2008

Alljährlich im September, seit 1979 wird der Linzer Donaupark zu lautesten Ort der Stadt.
Die Linzer Klangwolke zieht jedes Jahr tausende Besucher in ihren Bann und mit einer Beschallung von 250.000 Watt, ist für ausreichenden Hörgenuss gesorgt.

Die Veranstaltung gliedert sich in 3 Teile, die auf 2 Wochenenden aufgeteilt sind:

Die visualisierte Klangwolke
Die Kinderklangwolke
Die klassische Klangwolke

HERZFLUSS begleitet einen Menschen bei der Reise durch sein Leben. Die Stationen sind in die vier Lebensabschnitte Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter und Alter aufgeteilt. Reflektiert werden die innere und die äußere Welt eines Menschen, der zu allen Zeiten mit seiner „Inneren Stimme“ im Dialog bleibt und gleichzeitig mit den Anforderungen und Rahmenbedingungen der Außenwelt konfrontiert wird.

   
 

Der Fotowettbewerb Februar 2009 zum Thema "Der lauteste Ort" brachte zwei Sieger:
Adig:

 

Siegerbild SAGEN.at-Fotowettbewerb Februar 2009: Prangerschützen im Land Salzburg © adig 2009
Prangerschützen im Land Salzburg © adig 2009

Bei vielen Festen - besonders im Alpenländischen Raum - hat der Schützenhauptmann wohl den lautesten Platz. Beim Abschreiten, der nur wenige Meter neben ihm stehenden Schützenkompanie, ertönt jeweils ein lauter Knall aus dem Prangerstutzen!

Prangerstutzen - oder auch Handböller - werden mit Böllerpulver (Schwarzpulver) gefüllt und mit einem Korkstopfen verschlossen.
Diese Handböller gehören zum "Lärmbrauchtum", wie zum Beispiel: das Schnalzen oder auch das Wetterläuten (wird in unserem Dorf noch durgeführt).
Die Prangerschützen findet man im Land Salzburg nur im Flach- und Tennengau.
Die "historischen Schützen" wie zum Beispiel: die Anton-Wallnerschützen (Taxenbach) oder die Panzlschützen (Mühlbach - Bramberg) schießen mit Gewehre (Platzpatronen) und Kanonen (Schwarzpulver).
Bei größeren Veranstaltungen - mit mehreren Vereinen - ist es bei uns normal, dass Sanitäter vor Ort sind !

 

   
 

Der Gewinner des Fotowettbewerbes Jänner 2009 zum Thema "Haustier, volkskundlich betrachtet" ist:
Adig:

 

Siegerbild SAGEN.at-Fotowettbewerb Jänner 2009 "Haustier - volkskundlich betrachtet" © adig
Der Storch als willkommenes Haustier: © adig 2009

Dieser Storch ist ein eher seltenes Haustier. Man findet ihn in eher kleinen - noch funktionierenden - Dorfgemeinschaften. Wenn sich dieser Storch niederlässt, freuen sich nicht nur die Nachbarn, sondern die ganze Umgebung.

   
 

Die Gewinnerin des Fotowettbewerbes Dezember 2008 zum Thema"Briefkästen und Post" ist:
Oksana Fedotova, Archangelsk, Russland:

 

Siegerbild SAGEN.at-Fotowettbewerb Dezember 2008 "Briefkästen und Post" - Briefkasten an unserem Familienhaus in Lebskoje, Leschukonskij Bezirk, Archangelsker Gebiet, Russland © Oksana Fedotova
Briefkasten an unserem Familienhaus in Lebskoje, Leschukonskij Bezirk, Archangelsker Gebiet, Russland
Foto: 09.Juli 2006, © Oksana Fedotova


Verlassen und verrostet… „Für Briefe und Zeitungen“ steht drauf… Dieser Briefkasten hat aber schon viele Jahre keine Briefe und Zeitungen gesehen…

164698 - diese Nummer weiß ich immer noch auswendig. Das ist (oder war) die Postleitzahl von Lebskoje, des Heimatdorfes meiner Mutter und meiner Groß- und Urgroßeltern.

Ich erinnere mich noch an das Postamt – es war in einem großen Holzhaus mit einem Riesenofen. Es war sehr interessant auf der Post. Da waren immer viele Menschen, viele Gespräche, und für uns Kinder auch manche interessante Sachen zum Anschauen. Meine ersten Ohrringe, ganz billige und komische, habe ich auch dort gekauft:-)

Seit etwa 12 Jahren existiert das Postamt von Lebskoje nicht mehr, weil zu wenig Menschen im Dorf geblieben sind…

Oksana Fedotova

 

   
 

Der Gewinner des Fotowettbewerbes November 2008 zum Thema "Eisenbahn" ist:
Die Marmorbahn in Laas, Südtirol:

 

Siegerbild SAGEN.at-Fotowettbewerb November 2008 "Eisenbahn" - Marmorbahn Laas, Südtirol
Marmorbahn Laas, Südtirol, Aufnahme: © Wolfgang Morscher, 3. November 2008

Die (nach Einschätzung des Fotografen) schönste Eisenbahn in den Alpen ist die Marmorbahn in Laas, Vinschgau, Südtirol.

Die Marmorbahn in Laas wurde in den Jahren 1929/1930 von der Fa. Bleichert & Co., Leipzig, errichtet und wird völlig unverändert im Orginalzustand betrieben.

Sie dient zum umweltschonenden Taltransport (Nationalpark Stilfserjoch) von im Laaser Berwerk untertags abgebauten Marmorblöcken und besteht aus vier Abschnitten (untere Marmorbahn, Schrägbahn, Obere Marmorbahn und Seilkran).

Hier im Foto einer der beiden Wagen der Schrägbahn bei der Bergfahrt, vom Maschinisten Peter begleitet. An dieser Stelle überwindet die Schrägbahn (Bremsberg) bei einer Neigung von 50% einen Höhenunterschied von 500 Metern mit einer Spurweite von 2,60 Meter, die Fahrzeit der Schrägbahn beträgt bei 1 m/sec. 16 Minuten.

Der abgebildete Wagen wiegt 18 Tonnen, ist acht Meter breit und transportiert einen vierachsigen Flachwagen Richtung Bergwerk.
Im Bildhintergrund am Talboden die Bahnstrecke der unteren Marmorbahn.

Es ist erstaunlich, mit welcher Leichtigkeit der Maschinist Peter auf dem fahrenden Schrägwagen wandelt...

Der Fotograf bedankt sich bei den Maschinisten der Laaser Marmorbahn, Hubert Tscholl und Peter, ohne deren Hilfe diese Aufnahme nicht möglich gewesen wäre!

 

   
 

Der Gewinner des Fotowettbewerbes Oktober 2008 zum Thema "Herbstfarben" ist:
Norbert Steinwendner aus Grünburg, Oberösterreich:

 

Siegerbild SAGEN.at-Fotowettbewerb Oktober 2008 "Herbstfarben"

Der farbenfrohe Herbst - in den Liedern unseres Volkes oft als "Hirböst" besungen - ist Sinnbild des vorletzten Lebensabschnittes: nach der Hochblüte, nach der Reife, nach der höchsten Entfaltung der Kraft halten die Nebel des Lebens leisen Einzug, bringen das Gewachsene noch einmal zu buntem Leuchten. Kontrastreiche Zeit der Erinnerungen an junges, dynamisches Jungsein und doch auch schon der Blick auf endliches Leben - manches aufrecht-stolz, manches gebeugt, manches verdorrt, manches geknickt ....

Der Katastrophenwind Kyrill hat hier gewütet - aber in unserem Nationalpark Kalkalpen gibt es keine Katastrophen! Nur sich selbst überlassene Natur, vollendete natürliche Dynamik ergeben diese unvergleichliche unbewertbare Harmonie, diese Grazie der unbeherrschten Wildnis, diese Schönheit der Gewalt ...

Schönheit - für jeden scheinbar etwas anderes. Aber für jeden so gleich: in Beziehung treten wollen zu Gesehenem, Gehörtem ... Gefühltem ... es für immer haben zu wollen ohne es zu besitzen, still am Ort des Erschauten, Erhörten, Erfühlten endlos verweilen wollen ...

Norbert Steinwendner
unterwegs mit Augen, Ohren, Nase, Arm und Bein ... mit allen Sinnen ...
Mit allen Sinnen

 

   
 

Die Gewinnerin des Fotowettbewerbes September 2008 zum Thema "Musik und Musikinstrumente" ist:
Berit Mrugalska aus Innsbruck:

 

Gewinnerin des Fotowettbewerbes September 2008 Thema "Musik und Musikinstrumente" © Berit Mrugalska

Viele Fragen gibt dieses Foto auf...
...aber eines ist gewiß: ohne Instrument auch kein Musiker!

Berit Mrugalska
SAGEN.at

 

   
  Der Gewinner des Fotowettbewerbs August 2008 zum Thema "Schlote und Kamine" ist:
Norbert Steinwendner, Grünburg, Oberösterreich:
 
Gewinner des Fotowettbewerbs August 2008 zum Thema "Schlote und Kamine" © Norbert Steinwendner
 

Einer der beiden für die alte "Eisenstadt Steyr" so charakteristischen Schlote der "Hauptwerke" der Steyr-Werke, die aus der historisch bedeutsamen Waffenfabrik des Steyrers Josef Werndl hervorgegangen sind. Gemeinsam mit seinem Werkmeister Holub entwickelte er den "Tabernakelverschluß" für den Hinterlader, der eine raschere Schußfolge als die damalige amerikanische Konkurrenz ermöglichte.

Später wurde in diesen Werken Autos (darunter der legendäre "Steyr II", Steyr Puch 500, später auch Steyr Fiat als Vertragsarbeiten), LKW's, Panzerteile, Motorräder, Fahrräder (Steyr Waffenrad), Raupenschlepper und Traktoren produziert und manche davon kamen weltweit zu Ruhm und Ehren (Militärfahrzeuge Steyr Puch Haflinger und Pinzgauer, Panzer Kürassier und Saurer).

Häftlinge aus dem Konzentrationslager Mauthausen, die in einem Nebenlager Steyr-Münichholz untergebracht waren, mußten hier Zwangsarbeit leisten.

Ab ca. 1987 begann man den Betrieb zu "zerlegen": Waffenfertigung ausgelagert in Steyr Mannlicher, LKW-Fertigung an MAN, Busse an Volvo, Fahrzeug- und Motorentechnik an MAGNA (Stronach) ...


Durch das schmiedeeiserne Tor der "Engel-Villa", dem schönsten Renaissancebau Steyrs aus dem 13. Jahrhundert geht der Blick. Unauffällig ist eine ebenfalls geschmiedete Eidechse in den eisernen Ranken versteckt, die wohl nur wenige Steyrer jemals wirklich bemerkt haben ... fast genauso unauffällig ist der Fabrikskomplex der Steyr Werke, der sich - begrenzt durch Waldstücke - in eine urzeitliche Schotterterrasse des Ennsflusses schmiegt und so die "Eisenstadt Steyr" zwar prägt, aber nicht beherrscht ....

Der in Steyr-Münichholz
ganz in der Nähe der KZ-Baracken aufgewachsene
Norbert

Norbert Steinwendner
unterwegs mit Augen, Ohren, Nase, Arm und Bein ... mit allen Sinnen ...