KLEINKIRCHENTAL

Hallein, Salzburg

Holzkapelle oberhalb Hallein auf dem Weg nach Dürrnberg, rechts in einer Schlucht gelegen und zwischen Felsen über einem Wildbach, dessen Wasser den Kultbau recht schädigt. Erster Bau wohl zu Ende des 17. Jahrhunderts, jetziger 1830 errichtet.


Legende:

1677 verlor ein Hirtenknabe seine Schafe. Er fürchtete sich, ohne diese zu seinem Dienstherrn, dem Riesenbauer, zurückzukehren. Endlich fand er die Tiere, wie sie ein lichtumflossenes Marienbild verehrten. Auf dieses Ereignis nahm ein geschnitztes Bild Bezug, das aber verschwunden ist. Die Legende berichtet weiter, daß das Gnadenbild, das, offenbar, weil durch die Feuchtigkeit beschädigt, mit Kalk überstrichen wurde, immer wieder zum Vorschein kam. Dieses Bild soll sich unter dem jetzigen befinden, offenbar ein auf die Felswand gemaltes Fresko, das früher nur durch ein Dach geschützt war.

Hintergrundinformation aus volkskundlicher Sicht:

Es scheint, daß eine unter der Kapelle entspringende Quelle auch kultische Verwendung fand.
Votive: Neben zahlreichen Öldrucken 3 ältere Votivbilder (1835, 184*), Krücken.

Quelle: Gustav Gugitz, Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch, Wien 1958, Bd 5, S. 172

Ergänzungen sind gerne willkommen!