MARIA-ELEND BEI EMBACH

Embach, Salzburg

Ursprünglich Wallfahrtskirche, 1552 erbaut und zwar als Gelübde der Ursula Penynger zu Penningberg, 1783 gesperrt und abgebrochen. Die Vesperbildstatue und die Votivbilder kamen in die Pfarrkirche zu Embach. Aber schon 1824 wurde eine neue Kapelle unweit des Standortes der alten Wallfahrtskirche errichtet, die 1842 bis 1847 vergrößert wurde, worauf die Votivbilder zum größten Teil wieder in sie übertragen wurden, jedoch nicht die Originalgnadenstatue, die durch eine Kopie ersetzt wurde.
Vesperbildstatue von 1744, Leichnam Christi, zur Rechten knieende Frauengestalt, die den linken Fuß Christi mit einem Tuch abwischt, auf der linken Hand ein Engelchen, das ebenfalls mit einem Tuch den linken Arm Christi abtrocknet. Jetzt in der Wallfahrtskapelle, durch eine Kopie aus Stein ersetzt. Die ursprüngliche Statue scheint verschollen zu sein.

Legende:

Das blinde und geistesschwache Kind der Ursula Penynger ging verloren. Die Mutter gelobte für das Auffinden des Kindes eine Kirche zu stiften. Man fand das Kind bei einer Quelle sitzen und es hatte sein Augenlicht und seinen Verstand gewonnen. Dort wurde nun die Kapelle errichtet. Tafel mit der Entstehungsgeschichte von Maria-Elend aus dem Jahre 1842 in der Pfarrkirche zu Embach.

Hintergrundinformation aus volkskundlicher Sicht:

Heilquelle, die neben einer zweiten kleineren Kapelle (sogenannte Ursprungskapelle) entspringt, die unterhalb der Wallfahrtskapelle gelegen ist.Besonders zahlreiche Votive, trachtlich beachtenswerte Votivbilder in beiden Kapellen. In der Ursprungskapelle das älteste von 1820, die anderen zwischen 1827 und 1883. Weitaus bessere (etwa 60 Stück, von den Öldrucken abgesehen) in der Wallfahrtskapelle. Das älteste von 1767 (Feuersbrunst), dann von 1775, 1780, 1796 und 1798. Ebenso zahlreiche zwischen 1816 und 1827, ein Beweis, daß die Statue auch nach der Zerstörung der Kirche noch immer in großem Ansehen stand. Gute Stücke noch zwischen 1855 und 1878. Daneben Wachsvotive noch gebräuchlich, darunter die Kröte (noch 1935). Zahlreiche Krücken und Haaropfer.

Quelle: Gustav Gugitz, Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch, Wien 1958, Bd 5, S. 177

Ergänzungen sind gerne willkommen!