SAGEN.at >> Traditionelle Sagen >> Liechtenstein

   
 

DAS KIRCHLEIN AUF MASESCHA

Im Kirchlein auf Masescha ist auf einem Seitenalter eine Hand, die nur drei Finger hat. Ein Berger soll alle Tage auf Masescha gefüttert haben, und an den Abenden sei ihm eine Hand erschienen, die drei Finger in die Höhe hob. Einmal fragte er, was das bedeuten solle, da erhielt er die Antwort: "Das Dach der Kirche ist schadhaft und rinnt, und die Berger haben einen Schwur getan, ihre Kirche in Ordnung zu halten".

Nun liessen sie das Dach herrichten, und die Hand erschien nur noch einmal, zum Dank, dass sie gefolgt hatten. Zum Andenken liess man die Hand für die Kirche schnitzen.

Quelle: Sagen aus Liechtenstein, Otto Seger, Nendeln/Liechtenstein, 1966/1980, Nr. 45