DIE KÖLLERBURGER FRAU

Hart ob dem Dorfe Rum erhebt sich ein steiler waldbewachsener Felskegel, der noch Köllerberg genannt wird und einst einen Thurm desselben Namens getragen haben soll. Nach der Sage anderer soll ein Frauenkloster dort gestanden sein. Auf dem Hügel soll noch ein namhafter Schatz liegen, den eine alte Frau mit hohen Stöckelschuhen bewacht. Seit Menschengedenken blühte aber dieser Schatz nicht mehr. (Rum.)

Quelle: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Tirol, Gesammelt und herausgegeben von Ignaz Vinzenz Zingerle, Innsbruck 1859, Nr. 379, Seite 212