Der See bei Mühl

Der See bei Mühl, das auf dem rechten Lechufer liegt, beherbergt in seiner Tiefe einen abscheulichen Drachen, der nachts oft auf das linke Lechufer hinüber und wieder zurück fliegt. In diesen See ist in alter Zeit eine Schmiede versunken, weil das Weib des Schmiedes ihren beschmutzten Buben mit Weißbrot hat reinigen lassen. Wenn das Wasser dieses Sees niedrig steht, so bedeutet dies ein fruchtbares Jahr. (Lechthal.)


Quelle: Sagen, Märchen und Gebräuche aus Tirol, Gesammelt und herausgegeben von Ignaz Vinzenz Zingerle, Innsbruck 1891, Nr. 235, Seite 145.