SAGEN.at >> Informationen, Quellen, Links >> Dokumentation >> Kinderreime und Kinderspiele >>                                                                                                                           Macht auf das Tor, Alte deutsche Kinderlieder, Maria Kühn, 1921

   
 

Ein Gleiches 46. Melodie.

Der Meie—n—isch kommen un das isch ja wahr!
Es grünet jitz alles i Laub un i Gras.
I Laub un i Gras sy der Blüestli so vil,
Drum tanzet's Mareyle im Saitenspiel.
Nu tanz, nu tanz, Mareyli tanz!
Du hesch es gewunne—ne Rosekranz!

Mir haue der Mey, mir thüe—'ne ins Thau,
Mir singe's dem Vuure syr fründliche Frau,
Der fründliche Frau und dem ehrliche Ma,
Der üs e so richlich belohne cha.
Die Büüri isch laub (lieb), u si git is so gern
Schön öpfel u Bire mit brunem Chern.

Get use, get use viel Eier u Geld!
So chönne mir wyters u zieh über Feld.
Oet use—'ne, ihr Lüt, get is Anko—n—u Mehl!
Die Chüechli si hüür no bas als fern.
E Chetti ao Gold wohl z'rings um das Huus!
U jitze—n—isch üses schön Meyelied us. —

(Nach erhaltener Gabe:)
Gott dank ech, Gott dank ech, ihr fründliche Lüt!
Gott helf ech, Gott helf ech i das himmlischi Rich!
Im Himmel da isch wohl e guldige Tisch,
Da sitze die Engel gesund u frisch.
Im Himmel da isch e guldige Thron:
Gott gebi euch alle der ewige Lohn!

 

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Jahrmarkt

Ho es Kirmes!
Moan es Maat,
Onn mr ha noch
Kai Geld gespart!

Quelle: Macht auf das Tor! Alte deutsche Kinderlieder, Maria Kühn, Königstein im Taunus und Leipzig 1921, S. 80
Für SAGEN.at korrekturgelesen von Werner Haas, Dezember 2005.
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