"Habe Mut, edler Ritter, Gott hat deine Seufzer gehört: Schrofenstein wird nicht fallen.- Grabe in der Mitte des Gartens unter dem Rosenstrauch und es wird aus dem nackten Felsen eine Quelle süßen Wassers hervor springen und dich und die Deinen laben; der Wein in deinem Weinfass wird niemals altern."
Der Ritter erwachte, eilte in den Schlossgarten, ließ unter dem
Rosenstrauch aufgraben und hervor sprang die Quelle.
Er labte sich und die Seinigen und stärkte sich mit dem Etschländer
Weine.
Dann sank er auf die Knie und dankte für die so unverhoffte Hilfe.
Neu gerüstet standen die Kämpfer wieder auf den Mauern und schlugen
jeden Angriff zurück.
Nachdem sie - um den Feind zu täuschen - leeres Bohnenstroh gedroschen
und kräftig die Windmühle getrieben hatten, zogen die Feinde
wieder ab.
Quelle: (geschrieben von den Schülern Maria
Kössler und Hannes Tiefenbrunn, VS Stanz)
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Rudolf Ruetz