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PAUL FLORA

PFEIFER HUISILE, EIN SÜDTIROLER HEXENMEISTER

Paul Flora, Pfeifer Huisile führt eine Holzfuhre mit einem schwarzen Hahn
Pfeifer Huisile führt eine Holzfuhre mit einem schwarzen Hahn
© EDITION GALERIE THOMAS FLORA

Die schlimmen Teufel aber dachten gar nicht daran, ihr Opfer nun gleich zu laben. Sie packten ihn, fuhren mit ihm in die Lüfte und warfen den bedauernswerten, gesottenen Menschen drei Tage lang von Joch zu Joch, so daß sein Achzen und Stöhnen im ganzen Lande zu hören war.

Dieser Unglücksmensch, Pfeifer Huisile Hänsele war ein Schreibfehler des eifrigen P. Paumbgartner), stammte aus Flading im Ratschingsertal bei Sterzing, wo er um das Jahr 1620 herum geboren wurde. Ein Kind armer Bauersleute, wuchs er in Elend und Not auf, stahl schon als Kind, war ein nichtsnutziger, fluchender Knabe, der früh den Teufel im Munde führte, später dann ein arbeitsscheuer, dem Trunke nicht abholder Bauernknecht, dabei schlau und nicht unwitzig. Seine Umstände behagten ihm nicht, und so wandte er sich an den Lauterfresser in Brixen, damals der berühmteste


 
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